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  • M tönen

Die Lippen liegen weich aufeinander, Ihre Sammlung ist nach innen gewandt in Ihren Körper. Ihr ganzer Körper kann jetzt zu einer wunderbaren Summhöhle werden. Tönen Sie ein M und erfahren dabei Ihren Atem, so wie er sich Ihnen zeigt.

Damit das M nicht in der Kehle oder im Mund bleibt, stellen Sie sich vor, das M schwingt in Ihrem ganzen Leib, Ihr Leib ist Resonanzraum.

Lassen Sie den Einatem einströmen, er kommt, lassen Sie den Einatem Ausatem werden, so wie er sich gestaltet. Spüren Sie den Moment der Ruhe vor dem nächsten Einatem.

Eventuell ist es leichter, wenn Sie das M still tönen, also ohne Ton, die Wirkung kann sogar intensiver sein, da Sie nichts produzieren müssen.

Spüren Sie nach, nehmen Atem und Körper jetzt wahr.

Die Wirkung kann beruhigend und auch belebend sein, der Atem schwingt leicht und bewusst, die Verbindung in den Körper und zum eigenen Selbst ist Ihnen bewusster. Wärmende Durchatmung belebend für den Stoffwechsel.

 

  • Gegen den Winterblues

Fast unmerklich entweicht bei einer depressiven Verstimmung unsere Lebensenergie. Der Atem wird flacher und langsamer, der Körper dadurch mit weniger Sauerstoff versorgt. Unsere Körper- und Gefühlswahrnehmung stumpft langsam ab.

Um dem entgegenzuwirken, hilft folgende Übung: Klopfen Sie mit lockeren Fäusten und Handgelenken Ihren Körper ab und spüren Sie im Anschluss die belebende Frische. Dehnen, räkeln und strecken Sie sich in die Weite, am besten in frischer Luft oder am offenen Fenster. Das lässt Ihren Atem tiefer werden. Entsteht ein Gähnen? Wunderbar! Ihr Körper reagiert! Streichen Sie nun mit Daumen und Zeigefinger beidseitig kräftig die unteren Rippenbögen Ihres Brustkorbs. Damit sprechen Sie das darunterliegende Zwerchfell an, Ihren Hauptatemmuskel.

 

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dann zu Ihrer Nase und rufen Sie sich einen angenehmen Duft in Erinnerung. Vielleicht ist tatsächlich etwas Duftendes in Ihrer Nähe: eine Blüte, Orangenschalen, ein Duftöl. "Schnuppern" Sie diesen oder einen imaginären Duft in kurzen, sanften Einatem-Schüben durch die Nase. Lassen Sie ihn in Ihr Inneres einströmen. Vielleicht können Sie spüren, wie aktiv Ihr Zwerchfell dabei wird und wie sich Ihr Brustkorb bewegt. Ihr Ausatem darf durch die leicht geöffneten Lippen oder mit einem "mmmmh" abfließen. Dies wiederholen Sie etwa fünfmal. Die vertiefte Atmung bringt Sauerstoff in jede einzelne Körperzelle, wo er zur Energiegewinnung benötigt wird. Seelisch Belastendes und körperliche Anspannungen können sich lösen.

 

 

  • Schnüffelfinger - Super-Übung

Wenn die Seele schwer ist, hilft es bewusst zu atmen und sich so im Körper und im Atem zu spüren. Das Kontrollbedürfnis verändert sich, die Atembewegung wird freier und kann sich besser entfalten. Das ermutigt, erhellt die Stimmung und gibt Kraft.

 

Nehmen Sie Ihren Zeigefinger und stellen sich vor, auf dem Fingerrücken haben Sie einen herrlichen Schnupftabak vorbereitet, beste Note. Führen Sie den Finger nah heran an den Naseneingang, der Mund bleibt geschlossen. Sofort ver-ändert sich die Atmung, da sich der Atemwiderstand erhöht.

 

Variieren Sie die Dichte oder Luftdurchlässigkeit am Naseneingang mit dem Finger und spüren Sie die Wirkung im Einatem, im Ausatem, in der Nase aber mehr noch inwändig in Ihrem ganzen Körper - er ist Ihr Atemraum.

 

Machen Sie es immer nur so, dass Sie während der Übung gut ein- und ausatmen können.

Machen Sie es anfangs kurz und spüren Sie nach. Das Nachspüren schenkt Ihnen die eigentlich tiefe nachaltige Wirkung.

Mit der Zeit können Sie das Schnüffeln an vielen Stellen einsetzen und auch nach und nach verlängern. Aber - vernachlässigen Sie nie das Nachspüren!

 

  • Massieren Sie mit Ihrer Zunge den Gaumen

Führen Sie Ihre Zunge mit sanftem Druck über den ganzen Gaumen und lassen dabei die Zungenspitze so weit wie möglich zum Zäpfchen wandern. Schließen Sie die Augen dabei. Spüren Sie, wie sich Spannung und Empfinden in Mundraum, Zungengrund, Kiefergelenken verändert. Geben Sie den Atem dabei frei und versuchen ihn wahrzunehmen. Spüren Sie nach mit einer Hand auf der Leibmitte über dem Bauchnabel. Frischer, frei fließender Atem kann das Ergebnis sein.

 

  • Den KLEINEN PUNKT DER FREUDE" über der Scheitelnaht einbeziehen

Sie sind gesammelt für diesen MOMENT, im Stehen, Sitzen, Gehen, Warten...., vielleicht mögen Sie die Augen schließen.

Ein wenig über der Scheitelnaht, unserer oberen Leibbegrenzung am Kopf, gibt es den "KLEINEN PUNKT DER FREUDE" . Nehmen Sie ihn wahr, spüren Sie dort hin, und spüren Sie den Atem dabei, verbinden Sie sich mit dem Atem.

Bleiben Sie dort gesammelt und wandern mit der Sammlung hinunter bis zu den Fußsohlen, die fest mit dem Boden sich verbinden mögen. Spüren Sie aufwärts bis über die Leibmitte und bis hin zur Scheitelnaht und hin zu diesem "kleinen Punkt der Freude". Ihre Atembewegung begleitet Sie. Nehmen Sie wahr, was stellt sich ein.

 

Wann? So oft Sie mögen - im Stehen, im Sitzen, im Gehen, im Liegen auf dem Rücken, im Warten, im Tätig-Sein.