Hier findest Du vertiefende allgemein gültige Impulse zum Üben.

 

Das Spüren und Lauschen wird oft angesprochen und ist etwas sehr Wesentliches in dieser Arbeit.

Um die eigenen Körpersignale und Gefühle wahrnehmen zu können, brauchen wir die Körper-wahr-nehmung. Beim Baby ist sie noch ganz wach. Es meldet sich unmittelbar, wenn Körpersignale wie Angst, Hunger, Frieren, Unsicherheit, Schmerz, Freude, Müde sich zeigen. Schwere Ereignisse des Lebens, vielleicht auch in früher Kindheit oder Hektik können die Körper-wahr-nehmung verstummen lassen. Ein solcher Zustand „sich nicht spüren“, erhöht den Stresspegel. Wir laufen erhöhte Gefahr auszubrennen.

 

Die frohe Botschaft ist, Körperwahrnehmung lässt sich auch wieder wecken. Durch achtsames Dabei-sein ohne Werten, also SPÜREN in Körperregionen, in Bewegungen, im Atmen in jedem Moment des Lebens. Es entsteht ein neuer Zugang zum Körper, zu seiner Wahr-nehmung und tiefen Weisheit. Ein neues Bewusstes Sein entsteht, das Dich durch den Alltag trägt, mehr noch als Verstandeswissen.

 

 

Den Atem bewusst zulassen, was ist damit gemeint?
Atem geschieht von selbst. Wir dürfen ihn empfangen, er strömt von alleine ein, wir müssen ihn nicht holen. Wir lassen ihn Ausatem werden, empfangend, lauschend, spürend, ohne zu bewerten. Und können fragen, wo gibt es innerleibliche Bewegung, wo gibt es Weite, Enge, Grenzen, Durchlässigkeit oder Aufrichtung, Kraft oder Ruhe? Vieles mehr kann sich einstellen, wenn wir offen sind. Was ist, wenn Ausatem ausgeschwungen ist? Wie fühlt es sich an vor dem nächsten Einatem?

 

Wie spüre ich meinen Rücken, Bauch, Becken Schultern wenn Atembewegung dort hinkommt? Wo kann ich mich gut oder auch gar nicht gut einlassen? Wo kontrolliere ich noch sehr?

 

 
In diesem nach INNEN WENDEN bist Du ganz im JETZT. Das gelingt nicht immer gleich, es ist ein Übungsweg. Doch dieses Üben immer wieder auch in alltäglichen Momenten eingestreut, ist ein wunderbares Training für den Geist und genauso wichtig wie der Sport für die Muskeln.
Die Veränderung wird sich schnell einstellen. Du erfährst viel über Dich selbst. Und dies öffnet Dir den Weg, Dir selbst ein neuer guter Freund und Freundin zu sein. Mit dem Zugang zu Deinem Leib- und Atemwissen hast Du eine neue weise innere Kraft gefunden, die Dich schützt mit der Wahrnehmung Deiner Grenzen, die sich untrüglich Dir zur Seite stellt und Dich in Einklang mit Dir selbst nach Deinem inneren Rhythmus bringen wird.

 Viel Freude auf diesem Weg, wir gehen gemeinsam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Heilkraft des Atems wird dem Atem nicht durch uns verliehen. Sie wohnt dem Atem inne, ohne dass wir etwas hinzufügen müssten. Die Heilkraft des Atems wird wirksam, wenn wir dem Atem nichts in den Weg legen und ihm erlauben, sich eigengesetzlich in uns zu entfalten.“ Derbolowsky

 

 

 

Wunderwaffe Gähnen

 

Gähnen wirkt entspannend und bringt uns in Schwung, wenn wir müde sind. Es ist noch wenig erforscht und wird uns noch überraschen können im Selbstversuch.

 

Es ist durchaus sinnvoll, das Gähnen herbeizuführen. Das erreicht man mit ausgiebigem Dehnen und Räkeln. Dehne auch den Mundraum innerlich, weite ihn, so als würdest Du einen saftigen Pfirsich oder eine Tomate ganz in den Mund nehmen. Das innere Dehnen kannst Du mit etwas Übung auch im Rachenraum erreichen. Lausche immer wieder mal zum Atem hin, nur spüren und frei ihn geben, ihn kommen und gehen lassen und Du wirst wahr-nehmen, dass Atem ganz natürlich einströmt, ohne aktives Tun und die innere Bewegung des Atems belebend ist.

 

Sehr bald wird sich wohltuendes, herzhaftes Gähnen einstellen mit lösender Wirkung im Zwerchfell und in der Atemmuskulatur, ebenso Frische und Wohlbefinden.

 

Haben Sie die Wirkung erst mal für sich erfahren, wird die Information aus der Knigge Sie sicher nicht mehr irritieren.

 

Im Archiv können Sie noch lange nach meinen Impulsen und Übungen stöbern.