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November

Vorbereiten für den WinterruheRhythmus

Auch wenn in unserem Lebensalltag keine Winterruhe mehr vorgesehen ist, so sind wir doch, wie alle Lebewesen rhythmische Wesen. Die dunklere kalte Jahreszeit zieht uns ins Haus. Wir nehmen eher das Buch statt die Sportkleidung, wenden uns dem weisen rhythmischen Geschehen des Atems zu, gehen vielleicht früher ins Bett.

So würde es uns entsprechen und gut tun, wenn wir uns nicht über den Verstand dagegen wehren.

 

Klopfen Sie mit lockeren Fäusten und Handgelenken Ihren Körper ab und spüren Sie im Anschluss die belebende Frische. Dehnen, räkeln und strecken Sie sich in die Weite, gut auch an frischer Luft. Das lässt Ihren Atem tiefer werden. Entsteht ein Gähnen? Wunderbar! Ihr Körper reagiert! Streichen Sie nun mit Daumen und Zeigefinger beidseitig kräftig die unteren Rippenbögen Ihres Brustkorbs. Damit sprechen Sie das darunterliegende Zwerchfell an, Ihren Hauptatemmuskel.

 

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dann zu Ihrer Nase und rufen Sie sich einen angenehmen Duft in Erinnerung. Vielleicht ist tatsächlich etwas Duftendes in Ihrer Nähe: eine Blüte, Orangenschalen, ein Duftöl. "Schnuppern" Sie diesen oder einen imaginären Duft in kurzen, sanften Einatem-Schüben durch die Nase. Lassen Sie ihn in Ihr Inneres einströmen. Vielleicht können Sie spüren, wie aktiv Ihr Zwerchfell dabei wird und wie sich Ihr Brustkorb bewegt. Ihr Ausatem darf durch die leicht geöffneten Lippen oder mit einem "mmmmh" abfließen. Dies wiederholen Sie etwa fünfmal. Die vertiefte Atmung bringt Sauerstoff in jede einzelne Körperzelle, wo er zur Energiegewinnung benötigt wird. Seelisch Belastendes und körperliche Anspannungen können sich lösen.

 

 

 

 

Wunderwaffe Gähnen

 

Gähnen wirkt entspannend und bringt uns in Schwung, wenn wir müde sind. Es ist noch wenig erforscht und wird uns noch überraschen können im Selbstversuch.

 

Es ist durchaus sinnvoll, das Gähnen herbeizuführen. Das erreicht man mit ausgiebigem Dehnen und Räkeln. Dehne auch den Mundraum innerlich, weite ihn, so als würdest Du einen saftigen Pfirsich oder eine Tomate ganz in den Mund nehmen. Das innere Dehnen kannst Du mit etwas Übung auch im Rachenraum erreichen. Lausche immer wieder mal zum Atem hin, nur spüren und frei ihn geben, ihn kommen und gehen lassen und Du wirst wahr-nehmen, dass Atem ganz natürlich einströmt, ohne aktives Tun und die innere Bewegung des Atems belebend ist.

Sehr bald wird sich wohltuendes, herzhaftes Gähnen einstellen mit lösender Wirkung im Zwerchfell und in der Atemmuskulatur, ebenso Frische und Wohlbefinden.     

Haben Sie die Wirkung erst mal für sich erfahren, wird die Information aus der Knigge Sie sicher nicht mehr irritieren.

 

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